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Klärli und der Belgische Pilot
Eine Liebe im 20. Jahrhundert

Eine grosse Liebe, eine gemeine Intrige, eine tragische Krankheit, eine mondäne Ehe, die vom Traum zum Alptraum wird - und zuletzt ein Happyend mit exotischem Kolorit: Stoff für einen epischen Roman. Mit einem Unterschied: diese Geschichte ist wahr.

Cornelia Montani, Joe Fenner und Daniel Schneider spüren in ihrem Theaterprojekt erzählend, musizierend und spielend dem ereignisreichen Leben einer Innerschweizer Arzt-Frau nach. Berührend, aufrüttelnd – wahr.
Feinfühlig erzählt Clairelise Montani in ihrem biografischen Roman «Sei lieb mit Klärli» die Lebensgeschichte ihrer Mutter Klärli Jung-Locher. Das Buch enthüllt auch Abgründiges über den heiss geliebten Vater der Autorin, den charmanten, angesehenen Landarzt Dr. Emil Jung aus Cham. Dinge, die wohl niemand, der ihn kannte, für möglich gehalten hätte – genauso wenig wie die geheime Vorgeschichte dieser vorbildlich scheinenden Ehe.
Eine grosse Liebe, eine gemeine Intrige, eine tragische Krankheit, eine mondäne Ehe, die vom Traum zum Albtraum wird, und zuletzt ein Happyend mit exotischem Kolorit: Stoff für einen epischen Roman. Mit einem Unterschied: diese Geschichte ist wahr!
Zu dritt spüren Cornelia Montani, Joe Fenner und Daniel Schneider erzählend, musizierend und spielend dem ereignisreichen Leben einer Innerschweizer Arzt-Frau aus dem letzten Jahrhundert nach. Es ist ein Leben im fragilen Wohlstand, geprägt von Entbehrungen, Enttäuschungen und Intrigen. Auf der anderen Seite stehen die Befreiung aus gesellschaftlichen und privaten Zwängen, eine grosse Lebenslust und ein spätes, fast unglaubliches Liebesglück. Eine wahre Geschichte, vor dem Hintergrund der Zwischenkriegsjahre, des 2. Weltkrieges, der Zeit des kalten Krieges, des Mauerfalls und der darauf folgenden grossen Hoffnungen.

Spiel und Musik: Cornelia Montani, Joe Fenner, Daniel Schneider
Regie: Paul Steinmann
Musikalische Leitung: Martin Schumacher
Bühne: Mona Fischer Schwitter
Kostüme: Nicole Henning




Mein Leben in HO
Ein Monolog mit Joe Fenner

Erwin, von Freunden Jimmy genannt, steht in seinem Kellerraum und betrachtet ebenfalls sein Werk. Mit einem Vorschlaghammer in der Hand. Was ihn bis hierher gebracht hat, weiss er nicht. Auch nicht, warum sein Leben ausgerechnet in diesen Bahnen verlaufen ist. Er schaut auf sein Werk: eine Modellbahnanlage in H0, im Massstab 1:87, an der er seit vier Jahrzehnten baut. Er blickt damit auf seine Vergangenheit, seine Lebensgeschichte. Wo und wann wurden in seinem Leben die entscheidenden Weichen gestellt? Wann genau ist der Zug für ihn eigentlich abgefahren? Hat ihn sein inneres Kind, das ihn wieder und wieder zum Bau dieser Anlage antrieb, schlussendlich auf ein Abstellgleis geführt? Und was jetzt? Alles zerstören und noch einmal einen Neuanfang wagen? Aber welchen? Oder alles stehen lassen und sich damit abfinden, dass alles so gekommen ist, wie es kommen musste?
In diesem Monolog schaut das Publikum in eine Welt, in der sich Schöpfer und Werk fragend gegenüberstehen und die aus der Endlichkeit der Tischlerplatte in die unendliche Tiefe der menschlichen Seele führt.

Spiel: Joe Fenner
Autor: Giuseppe Spina
Regie: Christoph Rath
Bühne: Giuseppe Spina